Aus „Frankfurter Neue Presse“, 14. März 2012

Hochtief und Wilma Wohnen errichten auf dem fast 28.500 Quadratmeter großen Areal des früheren Güterbahnhofs Süd die ersten beiden Abschnitte des Wohnquartiers Holbeinviertel: Ab März werden 19 Stadthäuser und 56 Eigentumswohnungen gebaut. Die Hälfte der Wohnungen und 17 der Einfamilienhäuser sind bislang verkauft. Auch von den 19 Stadthäusern, die für den nächsten Bauabschnitt vorgesehen sind, wurde bereits ein Viertel veräußert. Für weitere 46 Eigentumswohnungen des vierten Bauabschnitts hat der Vertrieb begonnen, zudem ist ein fünfter Bauabschnitt mit noch einmal 56 Wohneinheiten geplant. Insgesamt sollen bis 2014 196 Wohneinheiten sowie eine Tiefgarage und ein Kindergarten entstehen.
Das Holbeinviertel zwischen Stresemannallee und Holbeinstraße ist als reines Wohnquartier ohne Durchgangsverkehr konzipiert. Die Anwohner gelangen künftig über Privatstraßen zu ihren Häusern. Am Quartiereingang befindet sich zudem die Einfahrt zur gemeinsamen Tiefgarage. Die zwölf Solitäre werden auf dem Areal so angeordnet, dass die Frankfurter Skyline von den meisten Wohnungen aus sichtbar ist.
Die Grundrisse der 61 bis 145 Quadratmeter messenden Wohneinheiten sind mit Balkon, Terrasse mit Gartenanteil oder mit Dachterrasse angelegt. Zwischen den Mehrfamilienhäusern sind ausgedehnte Grünanlagen vorgesehen. Im Süden wird die durchgehende Reihe der Stadthäuser das Gelände zur Bahnanlage hin abschließen.
21. August 2011
Aus "Frankfurter Neue Presse", 22. August 2011

Sachsenhausen. Wenn alles klappt, sollen im April die Bauarbeiten am Holbeinviertel, dem Bauprojekt auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Süd, beginnen. Innerhalb von 24 bis 28 Monaten sollen dort rund 180 Wohnungen entstehen, in Mehrfamilienhäusern und 38 Einfamilienhäusern. Bauträger ist die Projektgesellschaft Holbeinviertel, bestehend aus der Krifteler Wilma Wohnen Süd GmbH und der Hochtief Solutions AG. Der Bau des Quartiers mit zwei begrünten Plätzen, begrünten Dächern, einer Kindertagesstätte, Tiefgaragen und einer umweltfreundlichen Heizanlage – wahrscheinlich mit Holzschnitzelfeuerung aus Grünabfällen des Gartenamts – soll rund 75 Millionen Euro kosten.
Erschlossen werden soll das Neubaugebiet über eine Stichstraße von der Oppenheimer Landstraße, die aber nicht durchgängig in Richtung Stresemannallee befahrbar ist – "um Schleichverkehr zu vermeiden", wie Jochem Heumann vom CDU-Stadtbezirksverband Frankfurt-Sachsenhausen gestern Mittag bei einem Ortstermin mit Nachbarn und interessierten Bürgern sagte. "Mit dem Fahrrad kommen sie durch, mit dem Kinderwagen auch, aber nicht mit dem Auto", sagte Heumann, "hier soll eine ruhige Wohnstraße entstehen." Essenziell für die Erschließung des Holbeinviertels sei auch der Umbau der unübersichtlichen Kreuzung Holbeinstraße / Hedderichstraße / Oppenheimer Landstraße zu einem Kreisel: "Wir müssen Druck machen, dass mit dem Baubeginn auch der Kreisel kommt, denn hier treffen sechs Straßen aufeinander!"
Nur der Baustellenverkehr wird sowohl von der Stresemannallee als auch von der Oppenheimer Landstraße auf das ehemalige Güterbahnhofsareal einfahren, auf dem früher die US-Streitkräfte ihre Panzer abgeladen haben. Später sollte dort der östliche Schienenstrang des Projekts "Frankfurt 21", des unterirdischen Hauptbahnhofs, ans Tageslicht kommen – es ist seit zehn Jahren beerdigt. Seitdem ist das Gelände eine verwilderte Brache. Erste Pläne, es mit Bürogebäuden und Handwerkerhöfen zu bebauen, waren vor einigen Jahren gescheitert.
Das Holbeinviertel ist das vorletzte große Baugebiet in Sachsenhausen außer dem Henninger-Areal, auf dem Wohnraum für 1500 Menschen vorgesehen ist. Im Holbeinviertel werden rund 500 bis 600 Menschen ein neues Zuhause finden. Alle Wohnungen sind Eigentumswohnungen. "Wir sind zuversichtlich, dass wir gut verkaufen werden", sagt Peter Hofer, Geschäftsführer der Wilma. Mit dem Bau der Häuser werde aus Richtung der Stresemannallee begonnen. "Wir werden uns dann bis zur Holbeinstraße vorarbeiten."
Bedenken aus der direkten Nachbarschaft gibt es hinsichtlich der Höhe der Mehrfamilienhäuser. Doch die vorgesehenen vier Geschosse plus Dachgeschoss sind unangreifbar. (hv)